Bereits vor dem Spiel war es eigentlich klar, dass die Auswärtspartie unseres EHC Timmendorfer Strand beim Herner EV schwer werden würde. Doch am Ende war es eine Lehrstunde in Sachen Chancenverwertung und Powerplay. Mit 1:10 (0:4, 1:2, 0:4) unterlag unsere Mannschaft am Freitagabend am Gysenberg. Der HEV zieht damit in die Playoffs ein und wir bleiben mit acht Punkten Vorsprung auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Dominic Steck und Kenneth Schnabel traten die Reise ins Ruhrgebiet nicht an, dafür lief Tim Dreschmann erstmals für den EHCT auf. Von Anfang machten die Gastgeber aber klar, dass sie die Playoffs unter Dach und Fach bringen wollten. Dennoch hielt unser Team acht Minuten lang gut dagegen, hatte sogar selbst die eine oder andere kleine Chance, ehe Lois Spitzner den Torreigen eröffnete. Richtig ärgerlich wurde es dann beim 2:0, als ein Scheibenverlust in Überzahl zum Gegentreffer führte. Diesen erzielte Thomas Richter. Wie man es in Überzahl besser machte, zeigte der HEV dann kurz vor Drittelende. Marcus Marsall sorgte im Powerplay für das 3:0 und nur 42 Sekunden später markierte Spitzner den zweiten Treffer des Abends.

Zu Beginn des zweiten Drittels ging es dann ruhiger zu, auch, weil den Gastgebern der eine oder andere Fehler im Spielaufbau unterlief. Als dann gleich zwei HEV-Spieler auf der Strafbank Platz nahmen, nutzte Lukas Gärtner die Gelegenheit und erzielte den Ehrentreffer. Im Anschluss zeigte dann Herne aber wieder richtig wie man Überzahl spielt. Michel Ackers und erneut Marsall machten mit je einem Mann mehr auf dem Eis das halbe Dutzend voll.

Im letzten Drittel ging bei unserer Mannschaft dann nicht mehr viel zusammen und Herne traf nach Belieben. Spitzner und Marsall mit ihrem je dritten Treffer sowie Brad Snetsinger erhöhten auf 9:1, ehe Ackers mit seinem zweiten Treffer dafür sorgte, dass einer das Bier bezahlen musste. So gut es ging stemmte sich der EHCT zwar noch dagegen, aber unter dem Strich war einfach ein Klassenunterschied zu erkennen. Das Powerplay verdeutlicht es wohl am Besten: während wir nur eine von fünf Situationen nutzen konnten, erzielte der HEV bei fünf von sechs Möglichkeiten einen Treffer.

Weiter geht es am Sonntag um 18 Uhr mit dem Heimspiel gegen Preussen Berlin.

Statistik
Tore: 1:0 Spitzner (8.), 2:0 Richter (11./UZ), 3:0 Marsall (19./ÜZ), 4:0 Spitzner (19.), 4:1 Gärtner (30./ÜZ), 5:1 Ackers (33./ÜZ), 6:1 Marsall (40./ÜZ), 7:1 Spitzner (42.), 8:1 Snetsinger (46.), 9:1 Marsall (48./ÜZ), 10:1 Ackers (55./ÜZ)

Schüsse: 43 (18, 12, 13) – 26 (11, 7, 8)
Strafen: Herne 14 – Timmendorf 14
Zuschauer: 728