Zeit zum Durchatmen: diese hatte unser EHC Timmendorfer Strand in der laufenden Woche. Nach den anstrengenden Weihnachtstagen (sieben Spiele in 17 Tagen) kommt der spielfreie Freitag zum genau richtigen Zeitpunkt. Doch am Sonntag geht es wieder um drei Punkte und vor allem um richtig viel Prestige, denn unser EHCT ist zu Gast bei den Rostock Piranhas. Das Ostseederby wird es in sich haben.

Die Piranhas dürften dabei mit viel Selbstbewusstsein agieren, die Raubfische gewannen die letzten beiden Spielen und konnten dabei auch nach fünf Heim-Niederlagen in Serie mal wieder zu Hause gewinnen. Mit 31 Zählern steht Rostock klar vor dem EHCT auf Rang vier der Quali-Runde, jenseits von Gut und Böse. Dennoch wird die Mannschaft von Ken Latta die Saison vernünftig zu Ende spielen und sich speziell im Derby keine Blöße geben wollen. Achten muss man dabei vor allem auf die Offensive um Topscorer Tomas Kurka, Greg Classen (12 Punkte in 12 Spielen) und Torjäger Artur Lemmer. Die Defensive ist zwar die Zweitbeste der Quali-Runde, doch unserem EHCT gelang es, in den bisherigen Aufeinandertreffen satte elf Tore zu erzielen.

Und gerade wegen des letzten Aufeinandertreffens werden die Piranhas darauf aus sein, Revanche zu nehmen. Schließlich gewann der EHCT vor Weihnachten mit 8:6 in der Schillingallee. Dieser Sieg war im Übrigen die Initialzündung dafür, dass Timmendorf über Weihnachten recht ordentlich punktete. Weitere 13 Zähler sollten seit diesem Tag folgen. Vor allem unsere erste Reihe um Daniel Lupzig, Cedric Montminy und Daniel Clairmont zeigte sich enorm treffsicher. Daran änderte auch die knappe Niederlage gegen den Herner EV am letzten Sonntag wenig.

An der Personalfront hat unser Trainer Steve Pepin gleich drei Ausfälle zu beklagen. Dominic Steck und Adam Suchomer werden verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen, dazu wird Jordi Buchholz aus Krankheitsgründen fehlen. Dafür ist Jan Dalgic nach seiner Schrecksekunde vom letzten Sonntag wieder fit und wie jeder Eishockyspieler hart im Nehmen – bereits am Dienstag stand der 20-Jährige schon wieder auf dem Eis und wird auch am Sonntag spielen

Trotz der Ausfälle ist unser Coach guter Dinge: „Rostock ist gefährlich, vor allem die erste Reihe darf man zu keinem Zeitpunkt aus den Augen lassen. Wenn es uns aber gelingt, 60 Minuten konzentriert zu sein und dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken, dann werden wir auch in Rostock etwas holen.“ Angesprochen auf die Frage, ob auch immer ein Blick zu den Harzer Falken geht, meint Steve Pepin nur: „Wir konzentrieren uns auf uns. Wenn wir punkten, ist es zweitrangig was Braunlage macht.“