Am Tag danach fällt es immer noch schwer, ein Fazit zum gestrigen Spiel zu ziehen. War es für unseren EHC Timmendorfer Strand einfach ein schlechtes Spiel mit einer herben Pleite? Oder hat sich unsere Mannschaft gut verkauft, wurde am Ende aber zu hoch geschlagen? Oder liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte? Fakt ist auf jeden Fall: wir verlieren das dritte Vorbereitungsspiel gegen die Crocodiles Hamburg mit 1:6 (0:0, 0:1, 1:5). Das sind die nackten Zahlen. Alles andere muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Der Reihe nach: die ersten 39 Minuten sind schnell erzählt. Beide Teams zeigten temporeiches, aber fast körperloses Eishockey mit wenigen Torgelegenheiten. Eine knappe handvoll richtig guter Chancen konnte man auf beiden Seiten verbuchen. Von der Qualität her hatten die Timmendorfer sogar die Besseren, doch Max Wasser scheiterte freistehend am guten Lucas DiBerardo und Patrick Saggau gar am Pfosten. Ansonsten war es 39 Minuten lang laues „Sommereishockey“.

Leider fanden die Crocodiles die entscheidende Lücke. Gianluca Balla fuhr einen Konter, scheiterte aber zweimal an unserem Jordi Buchholz, ehe Moritz Israel die Scheibe über die Linie drückte. Im Anschluss zeigten die Hamburger Gäste dann den großen Unterschied an diesem Abend: Effizienz vor dem Kasten. Thomas Zuravlev markierte freistehend das 2:0. Dann machten Norman Martens sowie erneut Zuravlev die nächsten beiden Chancen ebenfalls rein – 4:0 nach 48 Minuten, die Partie war entschieden.

Die folgende Timmendorfer Auszeit schien aber zu fruchten, schließlich traf Kevin Kunz nur Sekunden später zum 1:4. Assistiert wurde er dabei von Kenneth Schnabel sowie Cedric Montminy, welche vorzüglich vor und hinterm dem Tor arbeiteten. Doch im direkten Gegenzug sorgte -ausgerechnet möchte man sagen- Balla für das 5:1, ehe Bradley McGowan wenig später das halbe Dutzend voll machte.

Auch in dieser Phase hatte der EHCT seine Chancen, scheiterte aber in Person von Jonas Mikulic an DiBerardo und Saggau traf zum zweiten Mal das Torgestänge. An Einsatz und Kampf hat es den Jungs erneut nicht gemangelt; letztlich muss man anerkennen, dass die Gäste aus Hamburg die bessere Chancenverwertung hatten und sicherlich die größere, individuelle Klasse besitzen.

Schlussendlich ist es aber Vorbereitung und die geht am Sonntag weiter. Dann sind die Preussen Berlin zu Gast im Eistempel am Kurpark. Anbully ist um 17 Uhr. Kommt also genauso zahlreich wie am Freitag wieder zu unserem Spiel. 507 Zuschauer zum Pre-Season-Heimauftakt sind richtig stark! Danke!

Tore: 0:1 Israel (39./Vorlage Ball), 0:2 Zuravlev (44./Reichert), 0:3 Martens (47./Gärtner), 0:4 Zuravlev (48./Schubert), 1:4 Kunz (48./Schnabel, Montminy), 1:5 Balla (49./Henze), 1:6 McGowan (54./Reichert)

Foto: fishing4/Krause