Es gibt so Tage, da weiß man nie genau, wie man ein Ergebnis einordnen soll. Und das ist heute der Fall. Das 1:9 (1:2, 0:1, 0:6) unseres EHC Timmendorfer Strand bei den Icefighters Leipzig spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wieder. Auf der anderen Seite: wenn halt in einem Drittel gar nichts mehr geht, dann kommt so ein bitteres Ergebnis zu Stande.

Doch von Beginn an: mutig trat unsere junge Mannschaft auf. Sie hielt wieder dagegen, wenngleich die Gastgeber zahlreiche gute Chancen hatten und Jordi Buchholz früh gefordert war. Dennoch ging der EHCT in Führung, denn Marco Meyer traf zum 1:0. Doch noch im ersten Drittel gelang Dominik Patocka der verdiente Ausgleich und auch die 2:1-Führung durch Dimitri Komnik kurz vor Drittelende spiegelte den Verlauf der Partie völlig korrekt wieder. 

Es bleibt aber betont: Einsatz und Kampf stimmten, so dass das zweite Drittel absolut ausgeglichen gestaltet wurde. Chancen gab es hüben wie drüben, aber die Icefighters zeigten, warum sie ein Topteam dieser Oberliga sind. Denn Hubert Berger nutzte eine Chance zum 3:1. Immer wieder gab es Gelegenheiten zum Anschluss, aber Benedict Roßberg im Kasten bewies, dass er ein sehr talentierter Schlussmann ist. Eng war es nach 40 Minuten dennoch.

Um so unerklärlicher und vor allem bitterer ist dann, was im letzten Drittel passierte. Lag es an den zwei schnellen Gegentoren von Patocka und Florian Eichelkraut zum 1:5 aus Timmendorfer Sicht oder war einfach die Luft raus? Es wirkte, als hätte man unseren Jungs gußeiserne Ketten mit Sträflingskugel verpasst. Es lief sowohl offensiv wie auch defensiv nichts mehr zusammen. Zu allem Überfluss spielte sich Leipzig förmlich in einen Rausch. Antti Paavilainen, Hannes Albrecht, Jakob Weber und Patrick Fischer schweißten die Schüsse förmlich ein, trafen mehrfach genau in den Torwinkel. So kommt dann das überdeutliche Ergebnis aus unserer Sicht zu Stande.

Allerdings rückt das Ergebnis in den Hintergrund, denn unser großer Rückhalt Jordi Buchholz musste nach 48 Minuten verletzt vom Eis. Über Art und Schwere der Verletzung wissen wir noch nichts genaues, Untersuchungen werden in den kommenden Tagen Aufschluss darüber geben. Wir halten euch auf dem Laufenden, bitten dabei aber um Geduld.

Während sich unsere Jungs gerade auf der Rückfahrt nach Hause befinden und wir den Icefighters zu ihrem verdienten Sieg gratulieren, wollen wir dennoch auf das kommende Wochenende hinweisen. Am Freitag spielt der EHCT bei den Harzer Falken vor und am Sonntag ist Derbytime, wenn die Rostock Piranhas im ETC gastieren.

Statistik
Tore: 0:1 Meyer (8.), 1:1 Patocka (14.), 2:1 Komnik (20.), 3:1 Berger (28.), 4:1 Patocka (42.), 5:1 Eichelkraut (43.), 6:1 Paavilainen (47.), 7:1 Albrecht (48.), 8:1 Weber (53.), 9:1 Fischer (57.)

Schüsse: 44 (13, 17, 14) – 24 (6, 11, 7)
Strafen: Leipzig 8 – Timmendorf 2
Zuschauer: 1220