Was ist denn das bitte für eine Woche bisher? Nach zwei Siegen gegen Berlin und Braunlage, die für unseren EHC Timmendorfer Strand einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten, und den Last-Minute-Transfers von Petr Gulda sowie Tim Dreschmann steht schon wieder ein neues Wochenende vor der Tür. Am Freitag um 20 Uhr wartet mit dem Auswärtsspiel beim Herner EV die wohl schwerste Aufgabe der Qualifikationsrunde auf uns, am Sonntag um 18 Uhr grüßt dafür das Murmeltier, denn binnen sieben Tagen sind die Berliner Preussen zum zweiten Mal in der Runde zu Gast. Es geht also mit Vollgas in Richtung Saisonende.

Zu unserem Freitagsgegner lassen wir einfach mal die Zahlen sprechen, denn die Bilanz des Herner EV zeigt, welcher Ausnahmegegner (in Hinblick auf die Qualifikationsrunde) da auf unsere Mannschaften. Achtmal liefen die Mannen vom Gysenberg auf, verließen achtmal das Eis als Sieger bei einem Torverhältnis von 51:15! Der Vorsprung auf die Crocodiles Hamburg beträgt satte 22 Punkte.Vor allem die erste Sturmreihe verbreitet Angst und Schrecken, denn Aaron McLeod (71 Punkte, davon 16 in der Quali-Runde) und Brad Snetsinger (70/19) sind in absoluter Topform. Auch defensiv passt es, so dass die Playoff-Qualifikation nur noch Formsache ist. Im schlechtesten Fall fehlen dem HEV mickrige vier Pünktchen, um alle Zweifel zu beseitigen. Doch die Playoff-Vorbereitungen am Gysenberg laufen natürlich schon. Übrigens bei einem Namen dürften langjährige Fans aufhorchen: Kuhnekath, genauer Philipp Kuhnekath. Der 19-Jährige ist nicht nur einer der Top-Rookies der laufenden Saison, sondern auch der Neffe vom ehemaligen ECT-Goalie Ulrik. Die Älteren unter euch werden sich an den Namen noch erinnern.

Am Sonntag sind dann die Berliner Preussen zu Gast und unser EHCT hat tatsächlich die Chance, nach Punkten zum Hauptstadt-Club aufzuschließen – sofern denn alles normal läuft. Dies hätte noch am Anfang des Jahres keiner für möglich gehalten, doch die Charlottenburger sind von den nackten Zahlen her das schlechteste Team des Jahres 2018. Nur ein Sieg gelang dem ECC in acht Partien. Die Folge: Trainer David Haas musste gehen, Topscorer Brian Gibbons wechselte in die Wedemark. Nun sollen es andere richten. An der Bande hat der Sportliche Leiter Björn Leonhardt das Zepter übernommen, die zweite Kontingentposition hat wieder der Niederländer Julian van Lijden eingenommen. Die weiteren Hoffnungsträger der Preussen heißen Josh Rabbani, Marvin Krüger und Marvin Tepper. Auch Goalie Olafr Schmidt ist ein Garant für Siege, auch wenn der Deutsch-Kanadier zuletzt ein wenig „entzaubert“ wurde.

Die Voraussetzungen für das Wochenende sind also klar: in Herne wird man verlieren, gegen Berlin gewinnen – oder nicht? So einfach die Rechnung vom Papier ist, so schwierig ist sie in der Realität. Schließlich hat man gegen den HEV schon gut ausgesehen, dafür gegen die Preussen richtig schlecht gespielt. Von daher sollte unsere Mannschaft mit der nötigen Konzentration an die Sache heran gehen. Verzichten muss unser Trainer Steve Pepin am Freitag auf Dominic Steck, dafür wird Tim Dreschmann erstmals im schönsten Trikot der Welt auflaufen.

Karten für die Sonntagspartie gibt es im Vorverkauf auf dieser Seite oder ab 17 Uhr an der Abendkasse. Im Anschluss an das Spiel und die Pressekonferenz steigt im Penalty die große Super-Bowl-Party, zu welcher alle herzlich eingeladen sind.